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Kosten:

210 €

Frühbucherrabatt bis:

27.07.2019

Programmflyer

 

Wegbeschreibung Alfred Schnittke Akademie

 

Anmeldeformular (PDF)

Bitte beachten Sie die gesonderten Rücktritt-Bedingungen!

 

 

 

Wolfgang Bischoff

Steffen Brandt

Miriam Kröner



Joachim Pfahl

Leitung:

NN

Ort:

Alfred Schnittke Akademie, HH

[SYMP_2019]

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SYMPOSIUM 2019 YOGA UND TRAUMA

Unser Symposium, am 26. und 27. Oktober 2019, widmet sich dem Umgang mit seelischen Verletzungen, einer der großen Herausforderungen unserer Zeit, in der seelische Erkrankungen physische Beschwerden als häufigste Krankheitsursache abgelöst haben.

Welche Perspektiven bietet die Yogaphilosophie bei der Traumabewältigung?

Wie hilft uns die Neurowissenschaft, Yoga bei Trauma wirksam einzusetzen?

Wie kann ein ein traumasensibler Umgang mit Betroffenen gelingen?

„Yoga ist Meditation in Aktion“. Von diesem zentralen Aspekt der Samkhya Philosophie gehen das Verständnis und die Praxis des Yoga in der Tradition des Himalaya Institut e.V. aus, um Menschen durch Achtsamkeit in Bewegung, Atmung und Wahrnehmung in ein ausgeglichenes Erleben von Körper, Geist und Seele und einen bewussten Umgang mit der eigenen Umwelt und sich selbst zu führen.

 

Aber das achtsame Erleben des Körpers öffnet Türen auch in die verletzte Seele. Wie gehen wir damit sensibel und sinnvoll um? Wie begleiten wir Menschen, die durch traumatische Erlebnisse den Kontakt zum eigenen Körper verloren haben, denen es schwerfällt oder unmöglich ist, sich selbst zu spüren und anzunehmen? Wie kann eine Yoga- und Meditationspraxis sie darin unterstützen, wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen? Welche Möglichkeiten, aber auch welche Grenzen bieten sich bei der Vermittlung von Yoga und Meditation in dieser besonderen Situation?

 

Ausgehend von diesen Fragen vermitteln unsere Referentin Miriam Kröner und die Referenten Steffen Brandt und Joachim Pfahl sowohl theoretische Grundlagen und Erkenntnisse der Wissenschaft und Yogaphilosophie zu diesen Fragen als auch Erfahrungen und Überlegungen für die praktische Arbeit mit Menschen in der Einzel- und Gruppenarbeit.

 

Den Abschluss des ersten Abends gestaltet Wolfgang Bischoff, der spirituelle Leiter des Himalaya Institut e.V., mit einer geführten Meditation.


Programm

09.30 Uhr
Begrüßung Ulrike Kraus

10.00 – 11.30 Uhr
Narben auf der Seele
Einführung in das Thema Traumatisierung
Miriam Kröner


Viele Menschen, die eine traumatische Erfahrung gemacht haben, leiden an einer seelischen Verletzung – an einem Trauma. Sie erleben sich und ihr Umfeld anders als ihre Mitmenschen. Dabei ist dies eine normale Reaktion auf unnormale Erlebnisse, denn man spricht von einem Trauma, wenn ein Ereignis auftaucht, was so katastrophal, so bedrohlich ist, dass man keine Strategie für eine Bewältigung finden kann.
Was dies genau bedeutet, wie sich solche Erlebnisse auf uns auswirken und wie man als Betroffener oder als helfende/r Yogalehrer/in damit umgehen kann, erfahren wir in diesem einführenden Vortrag. Miriam Kröner gibt u.a. Einblicke in ihre Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten und vermittelt erste Hilfstechniken zur inneren Stabilisierung und Distanzierung.
Inhalte:

  1. Was ist ein psychisches Trauma?
  2. Welche Auswirkungen hat eine Traumatisierung auf den Menschen und seine Bindungen?
  3. Gibt es Heilung? Integrative Wege in der Traumabehandlung
  4. Traumasensibler Umgang mit Betroffenen: Selbstbestimmung und Stabilisierung fördern
  5. Selbstfürsorge zur Vorbeugung sekundärer Traumatisierungen

12.00 – 13.30 Uhr
Traumabewältigung: Perspektive Yoga – Teil I
Steffen Brandt


Die beiden Symposiumeinheiten beschäftigen sich mit der Frage, warum Yoga bei Trauma eine wichtige Rolle spielen kann. Vorgestellt wird eine Brücke zwischen Yoga und Psychotherapie, zwischen der Traumasymptomatik und wirksamen Yogatools. Zudem werden wir spannende Antworten von Patanjali und dem Yoga Sutra hören und feststellen, dass sie Erstaunliches beitragen können. Diskutiert werden mögliche Grenzen des Yoga bei Traumafolgestörungen. Kann Yoga Traumabehandlung unterstützen? Wie gelingt die Yogabegleitung neben einer traumatherapeutischen Behandlung? Auf was gilt es, in Yogagruppen zu achten? Was sind die Möglichkeiten einer Yogaeinzelbegleitung?
Dabei wechseln sich theoretischer Input, Praktizieren und der Erfahrungsaustausch im Dyadengespräch ab. Neben „klassischem“ Yogaüben (āsana, prānāyāma, Meditation) werden Reflexionsübungen (svādhyāya, YS 2.1) mit vertiefendem oder perspektivwechselndem Fokus vorgestellt (im Sinne von pratiprasava, YS 2.10 oder im Sinne von pratipaksha bhāvana, YS 2.33/34).

 

13.30 – 14.30 Uhr Vegetarisches Fingerfoodbuffet vor Ort

 

14.30 – 16.00 Uhr
Traumabewältigung: Perspektive Yoga – Teil II
Steffen Brandt


16.15 – 16.30 Uhr
Abschlussgespräch

 

17.00 – 18.00 Uhr
Meditation
Geführte Meditation zu dem Thema: "Wer bin ich"
Wolfgang Bischoff


Sonntag, 27. Oktober 2019

09.00 - 10.30 Uhr
Traumasensibles Yoga (TSY) in Theorie und Praxis -Teil I
Joachim Pfahl


Der wissenschaftliche Stand der Neurowissenschaften und besonders die Polyvagaltheorie nach Porges erklären, warum Yoga und Meditation eine besondere Wirksamkeit bei Trauma, Traumafolgestörungen und psychischen Erkrankungen einschließlich Stressbelastungen haben. Die Basis der Symposiumeinheit wird diese theoretische Einführung sein, um dann anhand von Leitlinien eines traumasensiblen Yogas aufzuzeigen, wie wir Yoga und Meditation bei Traumatisierungen praktizieren können. Es wird Raum für Fragen und Fallbeispiele sowie für praktische Erfahrungen geben.

 

11.00– 12.30 Uhr
Traumasensibles Yoga (TSY) in Theorie und Praxis -Teil II
Joachim Pfahl


12.45 – 13.15 Uhr
Abschlussgespräch


Dozenten / Dozentin

Wolfgang Bischoff
Diplom-Psychologe, Gründer und spiritueller Leiter des Himalaya Instituts e.V. (1981) eine der ältesten Yogaschulen Deutschlands und der Human Culture Academy. Beratung und Begleitung von Menschen, Unternehmen und Institutionen in Transformationsprozessen. Er wird von den Meistern der Himalayas (als einer der engsten Schüler von Sri Swami Rama) seit 1980 in der Mantra-Initiations-Tradition unterrichtet.

 

Steffen Brandt
Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut (TfP) in privater Praxis. Aus- und Weiterbildung zum Yogalehrer [BDY/EYU] und zertifizierten Yogatherapeuten bei M. Soder und Dr. I. Dalmann, Einzel- und Gruppenunterricht seit 2002. Seit 15 Jahren psychotherapeutische Tätigkeiten in verschiedenen klinischen und beraterischen Kontexten u.a. als leitender Psychologe in der Tagesklinik Psychosomatik, Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V., Dozent für Yogapsychotherapie und Achtsamkeit in der Psychotherapie. www.steffenbrandt.com

 

Miriam Kröner
Heilpraktikerin für Psychotherapie, Dipl.Sozialpädagogin, personenzentrierte Gesprächstherapeutin und Traumatherapeutin. Sie arbeitet in privater Praxis in Hamburg-Harvestehude für "Ganzheitliche psychologische Gesundheitsförderung“. Bis 2009 war sie Geschäftsführerin des Himalaya Institut e.V. und ist heute geschäftsführender Vorstand und Therapeutin bei „Lichtpunkt“ – ein Psychosoziales Behandlungszentrum für Geflüchtete mit dem Schwerpunkt Traumatherapie in Hamburg-Altona sowie Therapeutin bei „stabil und gesund GbR“ – Traumatherapie und Stabilisierung in den Hamburger Erstaufnahme-Camps für Geflüchtete. www.miriam-kroener.de

 

Joachim Pfahl
Bachelor of Science, Yoga- und Meditationlehrer (MERU), Trauma-Yogatherapeut (TSY), Dozent für Traumasensibles Yoga und Trauma Yogatherapie-Ausbildung sowie Ausbildungsleiter in der Yogalehrer-Ausbildung, Buchautor. Coach mit 40-jähriger Berufserfahrung im Trauma-Bereich und internationaler Lehrerfahrung in Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, unter anderem in Indien, Thailand und Europa.
Mitglied im BDY, der deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) sowie in der Deutschen Gesellschaft für Yogatherapie (DeGYT). Buchveröffentlichung: „Traumasensibles Yoga – TSY“: Posttraumatisches Wachstum und Entwicklung von Selbstmitgefühl von Angela Dunemann-Gulde und Joachim Pfahl. www.yoga-und-meditation.com



NN

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